Bei der Übersetzung einer englischen Arzneimittellehre stieß Hahnemann auf die Erklärung, dass die Chinarinde aufgrund ihrer magenstärkenden Bitterstoffe ein gutes Heilmittel für das Wechselfieber (Malaria) sei. Da ihm diese spekulative Aussage als Erklärung nicht genügte, unternahm er einen Selbstversuch und nahm Chinarinde ein. Nach der Einnahme beobachtete er bei sich Symptome, die den Symptomen an Wechselfieber erkrankter Patienten sehr ähnlich waren. Aufgrund dieser und in zahlreichen weiteren Versuchen bestätigten Erfahrungen formulierte er schließlich das Ähnlichkeitsgesetz "similia similibus curentur" oder "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt".
Es besagt, dass ein Arzneimittel eine Krankheit dann heilen kann, wenn es bei einem Gesunden ähnliche Symptome der zu heilenden Krankheit hervorruft. Das Wort "Homöopathie" setzt sich aus den beiden griechischen Worten "homoios" = ähnlich und "pathos" = Leiden zusammen und bezieht sich auf eben dieses Ähnlichkeitsgesetz. |
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